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Archiv für 30. August 2009

aus Liebe zur Sache

30. August 2009 14 Kommentare
Leben 481 – Sonntag, 30.08.09


Wer nicht aus Liebe zur Sache arbeitet,
sondern nur um des Geldes willen,
bekommt weder Geld noch Glück

Charles Michael Schwab

Das ist ein wahrer Sinnspruch! Den kann ich nur unterstützen.

Was heißt denn aber „Liebe zur Sache“? Für mich heißt das, eine Aufgabe, eine Dienstleistung, ein Produkt so gut lösen, durchführen, erstellen, als sei ich selbst der Auftraggeber, der Nutznießer, Kunde. Das heißt mich ferner, darüber nachdenken, ob ich überhaupt etwas Sinnvolles mache. Und wenn ich den Sinn entdecke, mich dann zu fragen, wie ich an die Aufgabe herangehe. Ob ich bereit bin, andere um Rat zu fragen, um nicht nur meine Sicht auf die Dinge zu haben. Ob ich mit Muße, Konzentration, ja sogar mit Leidenschaft bei der Sache bin. Ob ich mir bei der Arbeit Gedanken darüber mache, wie sich „mein Kunde“ wohl fühlen wird, ob er sich wohlfühlen wird, wenn er meine Arbeitsergebnis „in Händen hält“. Und selbst wenn ich es mit einem „undankbaren Kunden“ zu tun hätte, dass ich mir darüber klar bin, mein Bestes gegeben zu haben.

Es wird sich herumsprechen, wenn ich anspruchsvoll bin bei dem, was ich tue. „Mein Kunde“ wird mir womöglich noch mehr Arbeit geben. Oder mich weiterempfehlen. Und das, was ich aus Liebe zur Sache tue, wird zu einer Expertise führen, nicht zu verwechseln mit Routine, die noch bessere Arbeitsergebnisse zulässt. Oder besser: zwangsläufig zur Folge hat.

Also: Ich wachse mit der Qualität, die ich abzuliefern bereit bin. Die Quantität der Aufgaben wird dadurch ebenfalls zunehmen. Zunächst für mich. Und wenn es mir zuviel wird, wird mein Team davon profitieren.

Noch etwas stringenter: Ambitioniertes Arbeitsergebnis macht Kunden glücklich. Der zahlt gerne dafür und kommt wieder.

So: Damit wäre die linke Gehirnhälfte bedient. Die Kausalkette vom guten Wirken bis zum Wohlstand aufgebaut.

Schauen wir uns das Thema aber noch einmal mit gefühlvollen Augen an:

Wenn ich mich in der Arbeit verliere, was nichts mit Träumen zu haben muss, aber bisweilen auch sein darf, wenn ich ganz versunken bin in eine zu lösende Aufgabenstellung, dann bin ich ganz im Problem, und das Problem ist ganz in mir.

Das ist ein ganz besonderer Zustand.

Ich grüble, habe wahnsinnig kreative Gedanken, prüfe sie, verwerfe sie, verliere mich mit meinen Gedanken in meinem Leben, im Gestern, im Morgen, und da ist sie dann, die zündende Idee, und dann geht es ganz schnell, ich bin hellwach, und mit großen Eifer werden das Problem und ich zu einer Lösung.

Wie hat das Gorbatschow so unvergesslich – sinngemäß – gesagt: „Ich möchte lieber Teil einer Lösung sein anstatt Teil eines Problems“. Ich weiß nicht, wie sich ein Raketenstart zum Mond oder zum Mars anfühlt, aber ich glaube, dieses Gefühl, wenn eine Springflut zielführender Handlungen über einen kommt, das ist wie so ein Raketenstart. Und danach schwebst Du auf Wolke sieben. Bist glücklich. Fühlst Dich unbeschreiblich reich.

Ich wünsche Dir, dass Du so viel Gründe wie möglich für Dich entdeckst, Deine Arbeit gerne zu machen. Und nicht nur so gut wie es Dir möglich erscheint, sondern mindestens so gut wie von Deinen Auftraggebern erhofft und erwartet.

© Ulf Runge, 2009

Ich bedanke mich beim Bellaprint-Verlag , Hinterbrühl, Österreich, für die freundliche Genehmigung, den Sinnspruch des Original-Leitspruch-Wochenkalenders als Thema für Beiträge in meinem Blog verwenden zu dürfen. Der Original-Leitspruch-Kalender wird in Deutschland vertrieben von der Impuls-Kalender GmbH.

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