Der erste Satz
| Leben 461 – Sonntag, 05.07.09
Es ist wahrlich ein erhebendes Gefühl, wenn man Zeuge sein darf, wie man selber einem anderen Lebewesen das Sprechen beibringt. Wenn man sieht und hört, dass sich aus den Urlauten Silben bilden, und diese Sprachfetzen sich dann zu ersten Wörtern verschwistern. Wenn die sich entwickelnde, geliebte Stimme den ersten Satz spricht. Erst undeutlich. Befremdlich. Bis auf einmal hell und klar die Vokale und Konsonanten sich zu einer begeisternden Überraschung zusammenfügen. Ich werde nie den Tag vergessen, als er zum ersten Mal „Donald ist lieb.“ sprach. Unendliche Glücksgefühle durchströmten mich. Und sein Lieblingssatz wurde „Donald gibt Küsschen.“ Ja, obwohl er nie Alkohol zu trinken bekam, war ich immer begeistert, wenn er mir „Donald trinkt Bier.“ nachsprach. Eine Idee meines Vaters. Die ich anfänglich nicht gut fand. Gelinde ausgedrückt. Aber „Donald trinkt Bier“ muss für einen Wellensittich die helle Freude sein, sonst hätte er es bestimmt nicht so häufig gesagt. Zehn Sätze konnte er. Sprechen. Mein Donald. © Ulf Runge, 2009 |

Unser damaliger Wellensittich hat sich standhaft geweigert zu sprechen… Der hat bestimmt gedacht, Wortman labert so viel Blödsinn, da halte ich lieber den Schnabel
Lieber Wortman,
Du meinst, ein kluger Wellensittich, den Du da hattest?
Aber ehrlich: Der Trick ist: Tuch über den Käfig und erst dann vorsprechen. Immer wieder vorsprechen. Dann kriegt man jeden Wellensittich weich.
Außer, er kann nicht hören. Oder sprechen…
Liebe Grüße,
Ulf
Den Tuch-Trick kannte ich nicht. Heute ist nix mehr mit Vögel. Der Kater hat was dagegen
Das wäre zu viel Streß für die Flieger.
Ich hatte vor Jahren mal eine Apagonidenzucht. Unzertrennliche nennt man sie auch. War eine tolle und laute Zeit *g*
Echte Sprachkünstler sind ja die Beos, finde ich.
Ein Vogelpark ohne Beos ist keiner.
Da könnte ich stundenlang davorstehen.
Mich / uns köstlich unterhalten.
Wobei, eine Stunde habe ich mich dann doch noch nie verweilt bei diesen polyglotten Vögeln.
LG, Ulf
Ein ehemaliger Arbeitskollege hat auch einen Beo. Die sind wirklich abgefahren
Früher waren wir auch öfters im Vogelpark Walsrode.
Hallo,
wenn Du magst , wartet ein Stöckchen bei mir im Blog auf Dich. Fühle Dich bitte zu nichts verpflichtet, aber wenn Du es aufnimmst, dann wünsche ich Dir viel Freude damit.
Liebe Grüße,
Astraryllis.
Lieber Torsten,
schön, dass Du diese Erkenntis bezüglich Beos mit mir teilst.
Jetzt weißt Du auch, warum die bei der Bahn nicht zu Einsatz kommen…
Liebe Grüße,
Ulf
Liebe Astraryllis,
das sind wahrlich drei lebensfüllende Fragen, die Du da stellst…
Das „schiesse“ ich nicht so leicht aus der Hüfte…
Danke für die Einladung.
Liebe Grüße,
Ulf
Bei der Bahn?
*öööh* Weil sie gerne Schimpfwörter nachplappern?
Nein, lieber Torsten,
mein Wortspiel betreffend die Bahn bezog sich auf Deines: nämlich dass Beos völlig abgefahren sind.
*lol* und *rofl*
Liebe Grüße,
Ulf
*hihi* So meintest du das
Erinnert mich an diesen Spruch:
Genießen sie ihren Urlaub in vollen Zügen – fahren sie mal wieder mit der Bahn
Lieber Torsten,
im Sommer geht nichts über zugige Züge, wenn sie denn schon keine Klimaanlage haben…
LG, Ulf