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Was ist für mich ein spiritueller Mensch?
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Was ist für mich ein spiritueller Mensch? Leben 392 – Donnerstag, 26.02.09
Dori hat in Ihrem wundervollen Chakrablog dazu aufgerufen, darüber nachzudenken, was es denn mit der Spiritualität auf sich hat, da der Begriff „spitituell“ derzeit in aller Munde, oder besser Auge, sei. Bis heute darf man teilnehmen an Dori’s Blogparade, und dazu habe ich jetzt mal gerade noch gut sechzig Minuten Zeit. Niemand, der mich kennt, kann darüber verwundert sein, dass ich jetzt „schon“ das Thema aufgreife.
Was ist für dich ein spiritueller Mensch? Ich glaube, jeder Mensch ist spirituell. Jeder Mensch hat eine tiefe Sehnsucht, seinem Leben einen übergeordneten Sinn zuzuschreiben. Eine Bedeutung, die das Phänomen der Sterblichkeit überwinden soll. Leider werden wir in unseren Schulen und in unserer Gesellschaft nicht wirklich dazu angehalten, diese Spiritualität auszuleben. Heutzutage ist es modern, sich von den traditionellen Glaubensgemeinschaften loszusagen. Das liegt wohl an der Schwierigkeit, Traditionelles, Überliefertes aus der Erlebniswelt alter Schriften in die Gegenwart zu transformieren. Spirituell, ich wiederhole mich, ist für mich jeder Mensch. Ein „spiritueller Mensch“ im engeren Sinn ist allerdings jemand, der sich dazu bekennt, im Rahmen einer Glaubensgemeinschaft oder auf einem individuellen Weg nach mehr Erkenntnis zu streben, das Gute zu suchen, und in Harmonie mit seiner Umwelt zu leben. Ein Mensch, der weiß (!), dass alles rationale Wissen unsere Welt nicht ausschließlich erklären kann, der weiß, dass es da noch Kräfte und Phänomene gibt, für die viele Menschen noch kein sehr ausgeprägtes Sinnesorgan besitzen. Meine Antwort?
Empfindest du dich selbst als spirituell? Ja, im ersteren Sinn. Und ja, auch im zweiten Sinn. Will sagen, dass das, was bei mir über viele Jahre latent darauf gewartet hat, aufgeweckt zu werden, nun aufgebrochen ist, Fragen zu stellen, Antworten zu finden, Veränderungen zu leben. Und dass ich gerne versuche, diese Energie mit anderen Menschen zu teilen. Und dass ich erlebe, dass dieses Teilen nicht wirklich ein Weggeben ist, sondern im Gegenteil ein Empfangen zusätzlicher Kraft. Meine Antwort?
Welche Bedeutung hat Spiritualität für dich und dein Leben? Eine zunehmende, wie ich gerade schon angedeutet habe. Wichtig für mich war der Besuch des Sprungbrettseminars von Eugen Simon (Dank an Ulrike Sennhenn!). Impulse haben mir gegeben sowohl „Das Geheimnis“ als auch die ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklungsbücher von Stephen R. Covey. Meine mentale Kraft, Veränderungen auszuprobieren und bei ihnen zu bleiben, ist durch die Lektüre von Steve Pavlina’s Artikeln z.B. über die Disziplin gewachsen (Dank an Berend Lange!). Über Ulrike Sennhenn und Berend Lange bin ich auf „The Master Key System“ aufmerksam geworden. Und durch Zentao habe ich das ultimative Buch über Ernährung (Stopp! Die Umkehr des Alterungsprozesses) gefunden, bei dem es absolut nicht nur ums Essen geht, sondern um den ganzheitlichen Menschen. Sehr radikal, der Herr Campobasso, und ich bin bereit, ihm sehr weit zu folgen, auch wenn ich so manche radikale Ansicht (noch?) nicht teile. Und seine Meinungen, die ich für mich nicht adaptieren kann, sind für mich doch so provokant, dass ich sehr viel darüber nachdenke. Eins ums andere an Impulsen fliegt mir entgegen, so zuletzt der Hinweis auf die „Bestellungen beim Universum“. Meine Antwort?
Lebst du deine Spritualität? Im Kopf. Vor allem im Kopf. Durch Dankbarkeit über vermeintlich Selbsverständliches. Durch Achtsamkeit für die vermeintlich Unwichtigen Dinge. Durch Aufmerksamkeit für meine Umwelt. Im Denken. Im Fühlen. Im Schreiben. Im Tun. Meine Antwort?
Glaubst du von dir selbst, ein spirituelles Vorbild für andere Menschen zu sein? Die Menschen, die mir begegnen, sind ein Spiegel meiner selbst. Und ich für sie. Ich wünschte mir, dass man an mir Vorbildhaftes und Vorbildliches entdecken könnte, aber das ist gar nicht der Anspruch. Vielmehr ist mir darum, dass das, was ich bewirke, dass das, wie ich wirke, dergestalt ist, dass ich damit zurecht kommen kann. Meine Antwort?
© Ulf Runge, 2009
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Unfair!
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Leben 391 – Donnerstag, 26.02.09
„Eigentlich ist das unfair!“
„Was?“
„Dass wir Pflanzen essen.“ [Damit sind wohl Obst und Gemüse gemeint; Anm. d. Red.]
„Warum?“
„Weil die im Gegensatz zum Fleisch [Damit sind wohl lebendige Tiere gemeint; Anm. d. Red.] nicht weglaufen können!“
© Ulf Runge, 2009
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