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Der schreckliche Salat – Weihnachtsgrüße 2008

Leben 360 – Donnerstag, 25.12.08

Der schreckliche Salat ist geputzt.-

„Einen Salat hätte ich gerne. Aber nicht den schrecklichen vom letzten Mal!“ Schrecklicher Salat? Alle Augen richten sich auf den Mann neben mir. Warum der denn schrecklich gewesen sei, will die Marktfrau wissen. „Da putzt man ja ewig. Und sieht nichts. Einfach nur schrecklich!“ Aha, er meint Feldsalat, und er hat wohl wenig Spaß gehabt beim Putzen. (Und auch niemanden gefunden, der ihm diese Arbeit abgenommen hätte.)

„Das ist doch wunderbar, wenn man den putzt! Da kann man nebenher Radio hören! Ich höre z.B. die Leute-Sendung von SWR1. Man hört kluge Gedanken, unterhaltsame Musik und: Man fängt selber an zu denken, es hat was von Meditieren!“ Mit großen Augen blickt mich mein Nachbar nun an ob der unaufgeforderten Stellungnahme zu seiner Äußerung.

Während die Marktfrauen sichtlich amüsiert sind, meint er nur, nee, das sei nichts für ihn. Den wolle er so bald nicht wieder haben.

Also, der schreckliche Salat ist geputzt, ich habe soeben etwas über den Buddenbrooks-Regisseur erfahren und schreibe jetzt, noch ist Weihnachten ja nicht vorbei, meine Grüße an meine Leserinnen und Leser. Nachdem ich salatputzender Weise versucht habe, einen Zugang zu diesem Thema zu gewinnen.

Weihnachten hat für mich dieses Jahr etwas von Jahresabschluss, von An-die-Vorfahren-denken, von Revue-passieren-lassen, von Richtung-bestimmen. Dafür sind zwar Silvester und Neujahr erfunden worden, aber für mich stehen dieses Jahr zu Weihnachten die Fragewörter „Woher?“, „Wohin?“ und „Mit wem?“ im Vordergrund. Auf der Suche nach Antworten zur immer hintergrundlatenten Frage „Warum?“.

Was bedeutet das für meinen Blog?

Woher? Da war am Anfang das kalte Wasser, etwas – womöglich Banales – in Worte zu fassen und dann ins Netz zu stellen. Und dann die Überraschung, dass es da Clicks gab. Und Menschen, die bereit waren sind, diesen Blog um ihre Kommentare zu bereichern. Ich danke allen, die hier immer wieder gerne vorbeischauen.

Wohin? Ich weiß, dass dieser Blog mir geholfen hat und hilft, das Leben auf eine neue Weise zu reflektieren, neue An- und Einsichten zu gewinnen, besonders auch durch andere Blogs, auf die ich hier gerne verlinke. Bis heute ist dieser Weg zugleich auch Ziel für mich.

Mit wem? Mit Euch, meine lieben Leserinnen und Leser. Frohe Weihnachten 2008,

herzlichst Ulf Runge

© Ulf Runge, 2008

  1. 25. Dezember 2008 um 18:59

    Lieber Ulf, Deine Blog-Reflektionen kann ich 100%ig unterschreiben, mir ging und geht es genauso. Und ich nehme die Einladung für weitere Kommentare gerne an. Liebe Grüsse Andrea

  2. 26. Dezember 2008 um 13:33

    Lieber Ulf

    Auch für mich ist Weihnachten die Zeit, in der ich Bilanz ziehe ;-), mehr noch, zukunftsweisende Entscheidungen treffe, die ich dann als Vorsatz ;-) mit ins neue Jahr nehme.
    Dieses mal aber bin ich besonders hart mit mir ins Gericht gegangen. Und ich habe beschlossen, ohne Vorsätze ins neue Jahr zu gehen. Ja, ich nehme mir tatsächlich nix vor ;-) , stattdessen – werde ich endlich handeln. Ein Umbruch ist nötig, schon lange. Und anstatt ihn weiterhin vor mir herzuschieben, werde ich ihn nun in die Tat umsetzen. Es ist nun Zeit, den kunterbunten “Salat” ;-) , an dem ich Jahre lang herumgewurschtelt, rumgeputzt habe, endlich zu würzen und zu essen, bevor er verwelkt ist und nix mehr genießbar ist, von all dem, was ich da zusammengefummelt habe.

    Ich wünsche dir und deinen Lieben eine schöne Weihnachtszeit, einen guten Start ins neue Jahr und das alles in Ewfüllung geht, was ihr euch für 2009 wünscht.

    Liebe Grüße
    von Wally

  3. 27. Dezember 2008 um 11:58

    Lieber Ulf,

    mir hat mein Blog mit all euren Kommentaren und eure Blogs mit all euren Beiträgen auch sehr geholfen, eine schwere Zeit zu überstehen, Dinge mal anders zu betrachten. Mal abgesehen von der Tatsache, dass das Schreiben an sich mir so viel bringt. Ich weiß gar nicht, was ich ohne meinen Blog und ohne euch getan hätte. Es war für mich oft eine Ruheinsel, wie ein kleiner Urlaub zwischendurch, in dem ich all das Schlimme mal loslassen konnte. Dass ein Blog das alles mit sich bringen kann, hätte ich vorher nicht gedacht. :D

    Weihnachten, inklusive Vorweihnachtszeit,war für mich dieses Jahr etwas, das mir genau zur richtigen Zeit Liebe und Wärme und Ausruhen und Stille vermittelt hat. Sich einfach fallenlassen dürfen. Es war für mich wirklich eine Ankunftszeit, eine Vorbereitung auf die Ankunft auf Neues, Besseres.
    Natürlich habe ich auch meine Eltern vermisst, aber sie waren immer in meinem Herzen dabei.

    Ach, ich schreibe und schreibe, das reicht ja schon für einen eigenen Blogeintrag. Ts. :D
    Egal, nu schicke ich es ab.

    Ich wünsche dir eine wunderbare Zeit und freue mich, dass du weiter mit uns gehst.

    Liebe Grüße,
    Martina

  4. Ulf Runge
    2. Januar 2009 um 00:58

    Liebe Andrea,

    vielmals danke.
    Und ich nehme mir vor, bei Dir und bei den anderen KommentatorInnen hier öfter vorbeizuschauen als in der Vergangenheit.
    Tegtmeier-Ährrrliche Grüße, Ulf

  5. Ulf Runge
    2. Januar 2009 um 01:03

    Liebe Wally,

    handeln, das finde ich klasse.

    Immer wieder schieben wir Dinge vor uns her.
    Ich mach mal ein Beispiel.
    Etwas bei uns sollte sich ändern.
    Doch wir wussten, dass wir auf die Hilfe Dritter angewiesen sind. Und das würde ziemlich schwierig werden. Und so vergingen Monate.

    Und dann, vor wenigen Tagen, haben wir uns hingesetzt, eine E-Mail geschrieben, wohl wissend, dass die Lösung noch lange auf sich warten lassen würden. Keine 24 Stunden später war die Antwort da.
    Positiv. Wir könnten noch im alten Jahr das Thema abschließen. Und wir haben.

    Handeln! Klasse!

    Liebe Grüße,
    Ulf

  6. Ulf Runge
    2. Januar 2009 um 01:07

    Liebe Martina,

    die, die wir nicht mehr besuchen können,
    oder anrufen,
    die sind da, weiterhin,
    in unserem Herzen, in unserer Erinnerung, in uns.
    Weil wir “von ihnen” sind,
    weil wir von ihnen erzählen.
    Weil es mehr gibt, als wir wissen,
    weil es viel gibt, was wir nur ahnen.

    Liebe Grüße,
    Ulf

  7. Hase
    22. Dezember 2011 um 00:27

    *lach* ich habe heute auch Feldsalat geputzt. JA, es hat was von Meditieren……
    wenn man dabei seine Gedanken einfach ziehen lassen kann bei schöner Musik *träum*
    liebe Grüße
    Erika

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