Mein Schreibetagebuch: “Leben”

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Ich bin ein Anfänger

mit 34 Kommentaren

Leben 289 – Mittwoch, 06.08.08

Da schreibt Berend Lange in seinem Blog über einen gewissen Mister Steve Pavlina, und dass er sich auf dessen erstes Buch so sehr freut, das er hoffentlich bald in seinen Händen halten wird. Die Vorfreude und Erwartungshaltung seien deshalb so groß, weil Pavlinas Blog voller fundierter Lebensheiten sind. Schreibt Berend Lange nicht. Aber lese ich aus seinen Worten heraus.

Und so bin ich also Berend Langes Link auf Steve Pavlinas Blog gefolgt und habe in der Rubrik „Best of StevePavlina.com“ den obersten Eintrag ausgewählt: 30 Days to Success.

Ich verkneife mir jetzt, hier eine wörtliche Übersetzung des Artikels ins Deutsche niederzuschreiben. Vielmehr werde ich den Versuch wagen, seine Botschaft ein bisschen auf mich zu übertragen und eine Agenda 30 für mich zu definieren.

Die Grundidee für erfolgreiche Verhaltensänderung sei letztendlich, dass man versuchen solle, 30 Tage lang jeden Tag ein gewünschtes Verhalten zu praktizieren, und nach diesen 30 Tagen zu entscheiden, ob man die „Testzeit“ beendet oder fortsetzt, etwa um weitere 30 Tage. Oder für immer, weil man überzeugt ist. Der Artikel bietet Beispiele aus Steve Pavlinas Leben und ist sehr wohl noch etwas nuancenreicher als ich hier jetzt ausmalen möchte.

So, jetzt muss man nur noch wissen, was einem gut tut.

Wenn man das nicht weiß, dann bietet Steve Pavlina folgende Vorschläge an:

30 Tage lang aufs Fernsehen verzichten.
Bis auf den Wolkenfilm der Tagesschau-Wetterkarte bin ich jetzt schon „trocken“.

30 Tage lang auf Online-Foren verzichten.
Chatten hat bei mir ebenfalls Ausnahmecharakter.

30 Tage lang tägliche Körperpflege. (Das meint er natürlich witzig…)
:-)

Jeden Tag versuchen, eine neue Person kennenzulernen. Einfach mal jemand Fremden ansprechen.
Das ist ein Experiment, das ich in die nähere Auswahl ziehen werde.

Jeden Abend ausgehen. Und immer wieder was anderes machen.
Das erscheint mir eine der schwierigsten Übungen hier. Wenn man familiär und beruflich eingebunden ist. Aber vielleicht muss man es sich einfach nur mal vier Wochen lang vornehmen, abends eine Stunde, manchmal auch etwas länger, etwas anderes zu tun. Steve Pavlina schreibt, das werde dann ein unvergesslicher Monat werden. (Implizit also nichts für 365 Tage im Jahr…)

Täglich 30 Minuten aufräumen und die Wohnung sauber halten.
Das schaffe ich jetzt schon locker… ;-)

Jeden Tag einen Gegenstand zum Verkauf in ebay herausdefinieren…
Das ist mir zuviel Aufwand, ehrlich gesagt. Altkleider gehen Montag abends zum Roten Kreuz, ansonsten gibt es noch Sperrmüll, Wertstoffmüll und Hausmüll.

Versuche jeden Tag, Dich mit einer neuen Person zu verabreden. Wenn die Erfolgsquote nicht kleiner als 3% sei, dann reiche das für eine neue Verabredung pro Monat.
Das sehe ich in direktem Zusammenhang mit dem Versuch, jeden Tag eine neue Person kennenzulernen.

Gib Deinem Lebenspartner eine Massage pro Tag.
(Freud wird sich freuen, dass ich beim ersten Lesen drauf und dran war, meiner Lebenspartnerin zukünftig eine Nachricht pro Tag zukommen lassen zu wollen.) Da werde ich, glaube ich, nicht auf viel Gegenwehr stoßen…

Kein Nikotin, Soda (meint er [süßen] Sprudel oder ist er gegen Kohlensäure?), Fertigkost, Kaffee, oder ungesunde Abhängigkeiten.
(Er schreibt nicht explizit vom Wein, aber ich vermute mal, auch den soll sein Bannstrahl treffen. Aber ich kann ja erst mal mit anderen 30ern anfangen…) Kein Kaffee? Aber einen Doppio am Tag, das wär doch okay, oder? *feilsch* Leitungswasser, ohne Kohlensäure? Das ist nicht der Brüller. Aber wahrscheinlich gesund, sonst hätte der liebe Gott die Kohlensäure gleich in die Flüsse reingetan…
Ansonsten: Ja, ich mag Rohkost. Ich mag Salat. Ich mag frisch zubereitetes Essen.

Werde ein Frühaufsteher!
Vorher entsage ich eher dem Alkohol. Nachteulen sind Nachteulen bleiben Nachteulen. Außer man will wollen. Aber ich weiß nicht, ob ich will… Wobei, das ist ja gerade der Trick. Ich sollte es wirklich mal für 30 Tage ausprobieren. Ob ich nun nachts um 2 Uhr blogge oder nachts um 5, what’s the difference?

Schreibe täglich in Dein Tagebuch!
Das versuche ich heute schon, indem ich festhalte, was ich denn gemacht habe. Linkshirnig. Wer? Was? Wann? Wo? Keine Gefühle bitte! Kostet nur unnötig Zeit. Aha! Also, auch hier ein 30er-Kandidat identifiziert…

Rufe jeden Tag jemanden aus der Familie, dem Bekanntenkreis oder dem beruflichen Umfeld an!
Jau, das ist was, was ich schon lange machen wollte! Ich glaube, das ist die Topnummer, die ich ab morgen 30 Tage lang testen werde…

Mache täglich 25 Anrufe, um neue Geschäfte zu generieren.
Das muss ich noch auf meinen Alltag adaptieren; da habe ich noch keine spontane Idee. Wahrscheinlich auch, weil ich nicht glaube, diese beruflichen Freiräume zu haben, zeitlich zumindest…

Schreibe täglich einen neuen Blogbeitrag.
Das muss ich nicht mehr üben. Wenn ich es nicht schaffe, liegt es nicht an meinem inneren Schweinehund. Selten an Ideenlosigkeit. Meistens an anderen Prioritäten. Zu denen ich auch stehe.

Lese jeden Tag eine Stunde über ein Thema, das Dich interessiert.
Ich schaffe es leider heute schon nicht, bei meinen Mitbloggerinnen und Mitbloggern so viel zu lesen und zu kommentieren, wie ich möchte. Und doch, das Lesen von Büchern oder Fachartikeln sollte ich mir regelmäßiger vornehmen. Erst mal 30 Tage lang…

Meditiere jeden Tag.
Versuche ich immer wieder. Im Zug. Beim Joggen. Was ich nicht tue: Ich setze mich nicht hin und sage: „Ich meditiere jetzt.“ Und ich mache auch kein Radio aus. Wenn ich den ganzen Tag kein Radio gehört habe, bin ich so froh, Musik und Informationen zu hören…

Lerne jeden Tag eine neue Vokabel.
Au ja, da bin ich dabei. Ich fange mit Schwedisch an. *ernstgemeint*

Gehe jeden Tag längere Zeit spazieren.
Joggen geht auch, oder? Mache ich. Möglichst eine halbe Stunde täglich.

Ein echter Ulf wäre: 30 Tage lang jeden Tag eine neue 30er-Serie anfangen. Wohl wissend, dass das nicht geht.

Ich hätte auch noch so einige weitere 30er Vorschläge: 30 Tage lang nach 23 Uhr nichts mehr naschen. Kein Studentenfutter. (Aber das gäbe sich auch mit dem Frühaufstehen…)

Täglich so leben, dass ich meine Stimmung nicht von anderen abhängig mache.

„Ich bin ein Anfänger“ heißt dieser Beitrag. Die 30 Tage Strategie eröffnet uns die Möglichkeit, nicht nur Anfänger zu werden, sondern auch Dinge, die man für gut befunden hat beizubehalten. Das Anfängerstadium zu verlassen. Statt Anfänger „Profi“ zu werden. Danke Steve Pavlina. Und richtig, sein Buch könnte ich ja in der oben erwähnten einen Stunde täglich lesen… :-)

© Ulf Runge, 2008

Written by Ulf Runge

5. August 2008 um 23:06

34 Antworten

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  1. wow… ein starkes stück. als anfänger gleich so viel auf einmal? :)
    wobei ich natürlich beeindruckt bin. da ist einiges dabei, das wirklich als guter vorsatz zählt…

    ob ich das auch so hinkriegen würde? wohl nicht.

    - aufs fernsehen verzichte ich so oder so, wetter gibts auch online (bin leider noch nicht alt genug, um durch schmerzende knochen das wetter vorhersagen zu können…)
    - auf online-foren verzichten? niemals. nebst persönlichem austausch mit gleichgesinnten benötige ich foren auch beruflich, daher sehe ich das eher als bereicherung statt zeitverschwendung. und da ich nicht gerne telefoniere bietet sich der chat als nette alternative an, um mit weiter entfernten bekannten zu reden.
    - jeden tag jemand neues kennenlernen? viel zu schüchtern, tut mir leid. vielleicht einen pro monat, dann haben wir auch die eine verabredung :)
    - jeden abend ausgehen wär mir zuviel, aber immer was anderes machen, da bin ich leidenschaftlich dabei ;)
    - wohnung sauber halten… hausarbeit ist lästig. ich putze nicht grad jeden tag, aber ich wohn ja auch alleine, da bin ich nicht so heikel. mit anderen zusammen bin ich aber ein hygieneteufel :)
    - ebay: das wollte ich schon lange mal tun. vielleicht fang ich auch gleich mal damit an…
    - massage: liebend gern, jetzt brauch ich nur noch einen lebenspartner… ;)
    - “ungesunde abhängigkeiten”… tja, für mich alleine koche ich nicht, daher ist fertigkost ganz praktisch… aber einmal warm essen pro tag reicht eigentlich. kaffee und nikotin nehme ich ja glücklicherweise nicht zu mir.
    - frühaufsteher – bin ich schon :)
    - tagebuch/blog: nein, jeden tag ist mir zuviel…
    - lesen: ja, das wär eine gute idee. gelten blogs hier auch? :)
    - spazieren würde meinem hektischen leben mal etwas ruhe geben.
    - jeden tag eine vokabel, das versuche ich jetzt mal! steter tropfen höhlt den stein.

    grundsätzlich sagt der herr ja nichts neues – lebe gesund und tu was für geist und körper. er hat es nur in konkrete vorschläge umformuliert ;)

    aprikose

    6. August 2008 um 11:15

  2. ach, ich glaube, mein kommentar wurde in die spamliste aufgenommen… :)

    lieber ulf, wenn du ihn freigibst, könntest du dann den ersten löschen? ich wollte es erst nicht wahrhaben, dass da einfach kein kommentar erscheint und hab ihn dann nochmals reingedrückt ;)

    liebe grüsse,
    aprikose

    aprikose

    6. August 2008 um 11:43

  3. lieber ulf,

    danke für die hilfestellung. jetzt hast du aber den zweiten kommentar gelöscht, wo ich noch ein wenig hinzugefügt hab :)
    ich hatte die anrufe überlesen – ich telefoniere wie gesagt nicht besonders gerne, auch wenn ich damit wohl eine ausnahme bin. obwohl es natürlich schön wäre, immer mal wieder mit bekannten und freunden zu reden, keine frage. nicht dass die beziehungen einrosten und man sich “zerlebt” ;)

    liebe grüsse,
    aprikose

    aprikose

    6. August 2008 um 12:46

  4. Lieber Ulf,

    wenn ich mir das so durchlese, müsste der Tag aber mehr als 24 Stunden haben. Oder wir müssen das Schlafen aufgeben, dann hat sich das mit dem Frühaufstehen auch erledigt. ;-) Und nicht jeder Vorschlag ist alltagstauglich, also realistisch, finde ich.
    Apropos Frühaufsteher. Am Wollen scheitert das bei mir nicht… ich möchte gerne früh aufstehen… wenn es mir mal gelingt, finde ich das richtig toll, ABER ich gehe nicht gerne früh ins Bett, das will ich einfach nicht. *seufz* Und ich brauche nun mal mehr als 4 Stunden Schlaf.

    Deine Vorschläge z.B. nach 23 Uhr nichts mehr naschen und seine Stimmung nicht von anderen abhängig zu machen, das sind doch mal Vorschläge, die uns weiterbringen würden. Da würde ich mich glatt 30 Tage lang drauf einlassen. Ohne Garantie selbstverständlich. ;-) Ist schließlich nicht so einfach. Vielleicht doch um 23 Uhr ins Bett gehen, dann erübrigst sich das mit dem Naschen nach 23 Uhr.

    Liebe Grüße,
    Martina

    Mamü

    6. August 2008 um 15:22

  5. Liebe Aprikose,

    “so viel auf einmal?”
    Ich glaube nicht wirklich, dass es Pavlinas Intention ist,
    mit mehreren Dingen gleichzeitig in den 30 Tage Test zu gehen…

    “ob ich das auch so hinkriegen würde?”
    Ich glaube, wenn der Wunsch nach EINER EINZIGEN Verhaltensänderung
    da ist, dann ist das ein Weg, den man gehen kann.

    “mit anderen zusammen bin ich aber ein hygieneteufel :-)
    *grins*

    “lesen: ja, das wär eine gute idee. gelten blogs hier auch? :-)
    Ich glaube Pavlina meint Texte, bei denen man gedanklich etwas länger verweilt als
    nur 5 bis 10 Minuten…

    “ach, ich glaube, mein kommentar wurde in die spamliste aufgenommen… :-)
    Das passiert bei Deinen Kommentaren immer wieder und ich habe keine Idee, warum…

    Danke für Deine ausführlichen Anmerkungen.
    Ich hatte fast schon die Idee, daraus ein Stöckchen zu machen.
    Aber ich glaube, dass wäre der Ernsthaftigkeit von Pavlinas Anliegen nicht gerecht geworden.

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    6. August 2008 um 21:20

  6. Liebe Martina,

    ich habe inzwischen auch einen Artikel bei Pavlina entdeckt, wie man
    Frühaufsteher wird, allerdings noch nicht gelesen:

    http://www.stevepavlina.com/blog/2005/05/how-to-become-an-early-riser/

    Ansonsten geht es uns beiden wohl ähnlich: Der Tag ist viel zu kurz,
    deshalb sind wir auch Nachteulen, und dann kommt Appetit auf,
    und es wird genascht…

    Ich bin gespannt, ob bzw. für welche 30 Tage Aktion Du Dich entscheidest…

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    6. August 2008 um 21:25

  7. und am Ende seines zweiten Artikels hierzu
    http://www.stevepavlina.com/blog/2005/05/how-to-become-an-early-riser-part-ii/
    schreibt Pavlina

    … For me the savings was about 90 minutes/day. That’s like getting a free bonus year every decade. I’m using this time to do things that I previously didn’t have the time and energy to do. It’s wonderful.

    So kann unser Tag dann doch mehr als 24 Stunden haben. Bei Pavlina sind es 25,5 …

    Ulf Runge

    6. August 2008 um 22:35

  8. Lieber Ulf,

    mehr als 24 Stunden, Mensch das ist ja die Lösung. :D

    Warum nur in englisch? :-( Immer öfter merke ich, dass ich nicht drum herum komme, auch englisch zu lesen. Ich gebe es zu, ich bin zu faul, weil mein Englisch einfach eingerostet ist, ich brauchte es nie. Auch bei Liedern in Englisch, mache ich mir gar nicht die Mühe sie zu verstehen, sondern genieße nur die Musik, den Rhythmus, die Stimme… *seufz* Aber vielleicht steht ja hier bei dir im Weblog was in deutsch über den Artikel, wenn du ihn gelesen hast. *hoff* :D Das wäre ja prima. Vielleicht quäle ich mich auch mal da durch.

    Für welche 30-Tage-Aktion ich mich entscheide… äh, ja das muss ich noch mit mir selbst ausmachen. :D Aber es ist wirklich keine schlechte Idee, einfach eine Sache rauszupicken und sie 30 Tage durchzuhalten. Fällt möglicherweise leichter, weil es nicht so endgültig ist. Weil ein Ende abzusehen ist. Ich werde darüber nachdenken. Könnte wirklich ein Anstoß sein, etwas zu verändern.

    Liebe Grüße,
    Martina

    Mamü

    7. August 2008 um 08:03

  9. Hah, ich könnte auch 30 Tage lang, jeden Tag was in englisch lesen. :D

    Mamü

    7. August 2008 um 08:04

  10. Huch, das klingt nach heftigem Programm und gleich so viel auf einmal… Außerdem klingts nach Kontrolle und Stricherl-Liste ;-) Was hab ich noch nicht, was kommt noch dran, was könnte ich noch…???
    Dabei finde ich Verändeurngen wichtig, sogar lebensnotwenidig, weil sie andere Blickwinkel ermöglichen und damit auch neue Chancen eröffnen :-)
    Danke dir auf jeden Fall, lieber Ulf, für diese interessanten Anregungen!!!
    Herz-lich Elisabeth

    Elisabeth

    7. August 2008 um 14:40

  11. Hallo Ulf,

    das klingt ein wenig nach “Kaizen”. Damit ist die Verbesserung der eigenen Situation in kleinen Schritten gemeint. Dabei verändert man nach und nach durch die Einführung guter Angewohnheiten in kleinen Schritten bzw. durch das Abgewöhnen von schlechten Angewohnheiten das eigene Verhalten und damit mit der Zeit die gesamte Situation, in der man lebt.

    Eine gute Nacht,
    Astraryllis.

    Astraryllis

    7. August 2008 um 22:07

  12. *Jeden Tag einen Gegenstand zum Verkauf in ebay herausdefinieren…*
    Steve Pavlina macht in seinem Buch tatsächlich Werbung für eBay? Das alleine ist ja schon ein Grund für mich, das Buch nicht zu lesen.

    *Rufe jeden Tag jemanden aus der Familie, dem Bekanntenkreis oder dem beruflichen Umfeld an!*
    Das fehlte mir noch. Da steht mir aber gar nicht immer der Sinn nach. Die würden ja denken ich hätte eine Wesensänderung vollzogen *grins.

    *Mache täglich 25 Anrufe, um neue Geschäfte zu generieren.*
    Mir steht aber gar nicht immer der Sinn nach irgendeinem Geschäft oder nach einer geschäftlichen Verbindung.
    Außerdem rufen mich mehr Leute an, als mir lieb ist, weil sie irgendwelche Geschäfte mit mir machen wollen. Ich frage mich immer, wo die meine Nummer herhaben.

    *Werde ein Frühaufsteher!*
    Das brauche ich nicht großartig werden, das bin ich schon berufsbedingt.

    Jetzt musste ich doch tatsächlich mal eben scrollen lieber Ulf, unter welcher Rubrik Du diesen Beitrag gespeichert hast. ;-)
    Alles in allem sind mir das viel zu viele Vorschläge, und dann alles noch so komische *gg – mein Tag hat schließlich nur 24 Stunden. ;-)

    Liebe Grüße, Mo

    Mo

    8. August 2008 um 03:32

  13. Grundsätzlich finde ich das alles gut, wenn Du aber jeden Tag, Achtsam lebst und alles was Du tust Achtsam angehst, dann erübrigen sich die 30 Dinger die Du so oder so, nicht immer mit vollem Herzen dabei bist, Du zwingst Dir das ja selber auf. Lebe also Achtsam wie Buddha das vor gelebt und gelehrt hat.Da gibt es keine Gewalt gegen Dich selber nur das Ziel ist wichtig. Was immer du tust, tue es Achtsam.
    Liebe Grüsse zentao

    zentao

    9. August 2008 um 11:51

  14. Liebe Martina,

    vielleicht müsste ich mal ausloten, ob Mr Pavlina damit einverstanden ist,
    wenn ich einige seiner Blogposts ins Deutsche übersetze.

    Ich lese gerade seine sechs Beiträge über die Selbstdisziplin.
    Sie geben mir gerade viel Anlass, darüber zu reflektieren.

    30 Tage lang was in Englisch lesen: DAS IST GENIAL!

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    9. August 2008 um 21:42

  15. Liebe Elisabeth,

    Mr Pavlina verspricht im Prinzip, dass wir 30 Tage lang Stricherl-Listen
    führen müssen, um dann entscheiden zu können, ob wir unser neu geübtes
    Verhalten sukzessive ins Unterbewusstsein zu übernehmen.

    Und? Wirst Du auch was vornehmen? Auch wenn es nicht Silvester ist?

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    9. August 2008 um 21:46

  16. Liebe Astraryllis,

    definitiv Kaizen! Ich habe das Buch von ca. 30 Jahren verschlungen,
    als wir Europäer endlich verstehen wollten, warum die Japaner
    zunehmend erfolgreicher wurden.

    Andere nennen es KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozess.

    Und das schöne ist:
    Das muss nicht nur eine betrieblich sinnvolle Übung sein,
    das funktioniert auch bei einem selber.
    Privat. Und im Beruf.

    Danke für Deinen Hinweis.

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    9. August 2008 um 21:50

  17. Liebe Mo,

    danke für Deinen kritischen Beitrag.

    Aber im Ernst.
    Vielleicht gibt es ja ein einziges Thema, bei dem Du sagst,
    das probiere ich auch mal 30 Tage lang aus:
    Ich lass etwas Bestimmtes bleiben.
    Oder ich gewöhne mir etwas Bestimmtes an.

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    9. August 2008 um 21:52

  18. Lieber Zentao,

    danke für Deine Hinweise.
    Ja, sich selber zu disziplinieren ist eine Übung,
    bei der Verstand versucht, dem Körper und dem Herzen
    etwas Neues zu verkaufen.

    Wenn man aber laufend den Spagat versucht zwischen Leistungsgesellschaft,
    zwischen Verpflichtungen und einer “natürlichen”, reflektierten
    Lebensweise, dann sind da Dinge verloren gegangen,
    die man nur mit Fleiß wieder erwerben kann. Denke ich mal.

    Achtsam. Das werde ich mir merken. Danke.

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    9. August 2008 um 22:02

  19. Lieber Ulf,

    “…vielleicht müsste ich mal ausloten, ob Mr Pavlina damit einverstanden ist,
    wenn ich einige seiner Blogposts ins Deutsche übersetze.”

    Das wäre Prima! :D Dann brauche ich nicht mehr 30 Tage lang etwas Englisches lesen. ;-)
    Na ja, irgendwie wollte ich mich immer schon mal wieder ans Englische machen. *seufz* Konnte mich nur noch nicht dazu aufraffen.

    Liebe Grüße,
    Martina

    Mamü

    11. August 2008 um 13:37

  20. Lieber Ulf,
    da ich kein Fan von Vorsätzen bin, schon gar nicht zu Silvester ;-) werde ich einfach einmal mein Tun und Denken überdenken und schauen, was einer Veränderung bedarf – da könnte schon das eine oder das andere dabei sein ;-)
    Herz-lichst Elisabeth

    Elisabeth

    13. August 2008 um 10:48

  21. [...] Doch auch diese Sachen trainiere ich. Ein guter Ansatz dafür ist das Beispiel mit den 30 Tagen zum Erfolg, das ich bei Ulf aufgeschnappt habe. Mittlerweile habe ich mein Leben sehr gut im Griff, stehe mit [...]

  22. Liebe Martina,

    ich werde ihn wirklich fragen. Ich übersetze jeden Tag ein bisschen
    von seinen Artikeln, und dann werde ich sehen, ob ich das veröffentlichen
    darf.
    Wenn nicht, werde ich es via E-Mail an die Leserinnen und Leser hier
    anbieten.

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    16. August 2008 um 23:11

  23. Liebe Elisabeth,

    das mit den 30 Tagen ist nur EIN Weg, den man gehen kann.
    Ich vermute mal, da Du Vorsätze nicht magst,
    dass Du Dinge, die Du für richtig erachtest, GLEICH und SOFORT
    richtig machst.

    Aber ich glaube, dass wir alle unsere (geheimen und vertraulichen)
    Bereiche haben, in denen wir es nicht so 100%ig schaffen,
    den von uns für richtig erachteten Dingen mit aller Willensstärke
    konsequent zu folgen…

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    17. August 2008 um 00:10

  24. Lieber Ulf,

    schon interessant, was auf dem Basar der Selbstfindungsmöglichkeiten alles kursiert.

    Und je unübersichtlicher das Leben und die Gesellschaft werden, um so mehr hungern die Menschen nach Rezepten, die sie durch diesen Dschungel führen.
    Ich kenne Leute, die jedem neuen Heilsversprecher folgen wie die Wespen der Wurstbrot-Duftspur. Und nicht jeder kommt sich selbst auf diese Weise näher.

    Schaut man sich die Rezepte an, muss man feststellen: alles schon mal dagewesen und nicht für jeden Persönlichkeitstyp geeignet.

    Der einzige Unterschied: Bei jedem Mal wird das Motto knackiger.
    … In 30 Tagen zum Erfolg – wow …

    Bei mir funktioniert Veränderung nicht mit Guten Vorsätzen und schon gar nicht, wenn mein Tag von einer “Stricherl-Liste” begleitet wird.
    Ich muss erst gründlich darüber nachdenken – wiesoweshalbwarum – und dann wird die Veränderung angepeilt, eben meiner zähen Persönlichkeitsstruktur entsprechend.

    Ich meistere mein Alltagsleben, pflege gute Freundschaften und für den Rest ist nichts geplant. Wenn ich an einem Tag Lust und Zeit habe, rufe ich meine 25 Verwandten an oder setze mich in den Park und schaue, was die Leute so treiben, oder schreibe oder lese oder schaue mir alle drei Teile von “der Herr der Ringe” an …

    ach das Leben ist so vielfältig – schön, böse, spannend, langweilig …
    leben wir es!

    Liebe Grüße
    von
    Sabine

    Sabine

    5. September 2008 um 10:31

  25. Ulf Runge 17.10.08: Da sich dieser Kommentar auf eine Anmerkung bezog, die auf Wunsch der anmerkenden Person gelöscht wurde, entferne ich auch meinen Kommentar.

    Ulf Runge

    5. September 2008 um 22:05

  26. Liebe Sabine,

    Du sagst bzw. schreibst es: Man muss das Leben zu genießen versuchen.

    Um es genießen zu können, bedarf es einer – regelmäßig überdachten -
    Antwort auf die Fragen:
    “Was ist mir wichtig?”
    “Warum ist es mir wichtig?”
    “Wie kann ich das, was mir wichtig ist, leben?”

    Ich bin sehr froh, dass sehr viele Menschen unterwegs sind, Wertevorstellungen
    zu reflektieren, und Wege und Techniken aufzuzeigen, mit deren Hilfe
    man alleine oder durch Beistand Dritter aufbrechen kann,
    dorthin, wohin man sich immer schon ahnte…

    Ich glaube, Du bist schon dort.

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    5. September 2008 um 22:44

  27. “Ich glaube, Du bist schon dort.”
    ;-)
    Nein, ich bin noch lange nicht dort.

    Eine gute Nacht
    wünscht
    Sabine

    Sabine

    6. September 2008 um 02:19

  28. Zu dem Kommentar von XY würde ich jetzt sehr gerne eine kritische Anmerkung machen.
    Aber, ich verzichte darauf, wenn auch nicht leichten Herzens. Warum?
    Lieber Ulf, Du hast mal angeregt ein eigenes Blog zu betreiben….
    Nun, ich denke mal da fehlt mir einfach Wissen und Bildung.
    Ich höre lieber zu, sprich: Ich lese lieber, was andere schreiben.
    Hin und wieder mal ein Kommentar, das reicht mir völlig.
    Als Leserin Deines Blogs wird mir gerade bei dem Kommentar von X bewusst, dass mir Grenzen gesetzt sind als “nur Leserin” Deines Blogs.
    Grenzen, die ich mir selbst auferlege, weil ich mich als “Gast” sehe, der hier zwar kommentieren darf, aber der einen gewissen “Umfang” an Kommentar nicht überschreiten sollte, eben darum, weil es nicht das eigene Blog ist.
    Eben darum, weil ich mich entschieden habe, Leserin zu bleiben, die mit einem Kommentar einfach nicht den Rahmen sprengen darf.
    Mir war so nach diesem Kommentar.. ;-)

    Anmerkung von Ulf Runge 17.10.08: Der Kommentar, auf sich Mo hier bezieht, wurde aufgrund
    des Wunsches der anmerkenden Person gelöscht. In Mo’s wurde der Originalname durch XY bzw. X von mir ersetzt.

    Mo

    6. September 2008 um 05:20

  29. Liebe Sabine,

    Du wirst dort nur hinkommen,
    wenn DU willst. :-)

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    6. September 2008 um 08:50

  30. Liebe Mo,

    ich glaube schon, dass man hier als KommentatorIn seine Meinung auch über die Meinung
    anderer sagen darf.

    Und damit rechnen muss, dass andere zu dieser Meinung ebenfalls eine andere haben.

    Und dass wir hier – bei allen Meinungsverschiedenheiten -
    fair und freundlich miteinander umgehen, ist der hier von Euch allen gepflegte Stil,
    über den ich mich sehr freue.

    Ich fände es deshalb schon gut, wenn Du konkreter werden würdest…

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    6. September 2008 um 08:54

  31. Lieber Ulf,

    es gibt etwas, bei dem ich glaube angekommen zu sein:

    das ist die Erkennnis, dass man eben nie irgenwo ankommt.
    ;-)
    Denn das würde für mich Stillstand bedeuten.
    Nach jedem Augenblick hat sich die Welt ein wenig verändert, gibt mir das Leben Antworten, auf die sich neue Fragen auftun.
    Und wenn ich irgendwann einmal “angekommen” sein sollte, verschmilzt entweder meine Buddhanatur mit dem Universum, oder ich werde als Eidechse wiedergeboren, oder ich sitze im Himmel (nachdem ich meine Sünden in der Hölle abgebüßt habe), oder ich betrachte einfach die Radieschen von unten :-)

    Eines will ich nur klarstellen: ich habe nichts gegen Leute, die alte Rezepte noch einmal aufbürsten. Oft ist es sogar so, dass manche Weisheit zugänglicher, zeitgemäßer wird, oder neue Erkenntnisse kommen hinzu.

    Mich stört nur gelegentlich, wenn einzelne Leute meinen, nur ihr Rezept sei das einzig Wahre, und wenn sie dazu noch den absoluten Erfolg versprechen.

    Bezüglich Mo’s Kommentar muss ich sagen; ich tu mich mit dem Schreiben hier auch ein wenig schwer. Denn hier hast du ein solch vielschichtiges Thema angesprochen, bei dem ich mit drei Zeilen nicht auskomme (es is aber auch spannend …).
    Kurz-knapp-unmissverständlich muss ich erst noch üben.
    ;-)

    Deshalb – sei so lieb und schreib Bescheid, wenn meine Kommentare zu … äh … dominant daherkommen.

    Ein schönes Wochenende
    wünscht dir
    Sabine

    Sabine

    6. September 2008 um 11:50

  32. Liebe Sabine,

    danke für Deinen (langen) Kommentar.
    Ich glaube, wer etwas zu sagen hat, darf ruhig ein paar mehr Worte verwenden,
    wenn sie oder er mag.
    Ich habe bisher noch keine Anmerkung hier als zu lang empfunden.
    Und Klagen liegen mir auch keine vor. :-)

    Dein Hinweis zu denen, die alles besser wissen, ist angekommen.
    Ich bin da ganz Deiner Meinung.
    Ein Patentrezept darf jeder haben. Für sich selber.
    Ob es für andere taugt, müssen diese anderen dann für sich selber entscheiden.

    Und das mit der Veränderung stimmt auch.
    Während wir unterwegs sind, definieren wir in der Regel das Ziel neu.
    Wenn nicht, laufen wir Gefahr, “stehen zu bleiben”.

    Liebe Grüße,
    Ulf

    Ulf Runge

    8. September 2008 um 23:29

  33. Hallo,
    ich habe Steve Pavlina’s Buch gelesen und – im Gegensatz zu fast allen anderen Lesern – eine ziemlich kritische Rezension dazu geschrieben. Wer sich dafür interessiert: http://tinyurl.com/6ja5xl

    Roland Kopp-Wichmann

    2. November 2008 um 08:23

  34. Lieber Herr Kopp-Wichmann,

    danke für Ihre Anmerkung und den Hinweis auf Ihre Rezension zu Steve Pavlinas Buch.

    Von meiner Begeisterung, Steve Pavlinas Anregungen aufzugreifen und sich für neue
    Sichtweisen anstecken zu lassen, nehme ich kein Iota zurück.
    Sehr wohl kann ich nachvollziehen, dass Sie befremdet darüber sind,
    wenn jemand mit Patentrezepten für jeden und alles unterwegs ist…

    Ich nehme mir das Recht, aus den Weisheiten anderer Menschen diejenigen
    für mich herauszupicken, die mir persönlich weiterhelfen,
    ohne dass ich daraus ein Dogma mache. Nicht für mich.
    Schon gar nicht für andere.

    Danke für Ihren Einwurf!

    Viele Grüße,
    Ulf Runge

    Ulf Runge

    12. November 2008 um 01:51


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