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Archiv für 10. März 2008

Die Liebe ist ein seltsames Spiel

10. März 2008 Ulf Runge 7 Kommentare

Leben 228 – Montag, 10.03.08

Ja, die Liebe ist ein seltsames Spiel.

Da fällt mir in jüngster Zeit immer wieder ein eingehender Link auf. Von einem sehr schön gestalteten Blog: hochoben heißt er.

Ich stöbere ein bisschen auf diesem Blog herum. Und finde dort, neben vielen anderen ansprechenden Beiträgen, diesen hier: Liebesliedgenerator.

Leider funktioniert der Link nicht, weil der sich seit damals verändert hat. Deshalb hier der aktuelle Link: Liebesliedgenerator heute.

Probiert es aus, auch wenn Ihr nicht verliebt seid. Und wenn Ihr verliebt seid, riskiert Eure Liebe, aber probiert ihn aus: Ich habe mich für die folgenden Zutaten entschieden: Kölsch, Wallisdütsch, Schwedisch, Pfälzisch, Deutschtürkisch, Niederländisch, Sächsisch, Hessisch, Bündnerisch.

Das Ganze ist ohne Gewähr. Wer sich kaputt und schlapp lacht, ist selber schuld…

© Ulf Runge, 2008

P.S.: Conny Francis hat seinerzeit den Titel „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ gesungen. Bei ihr habe ich den Titel für diesen Beitrag entlehnt.

Wie das Wochende war? Teil zwei (Aua aua, Strafe muss sein)

10. März 2008 Ulf Runge 1 Kommentar

Leben 227 – Montag, 10.03.08

 

gewidmet einer verlorenen Silbe,
der deutschen Sprache und
Ralph, dem Retter von beiden…

 

 

ERSTENS

Da ist kein Schenkel,
kein Knie,
und auch kein Fuß,
wenn etwas etwas beinhalten muss.

 

ZWEITENS

Call Center Agent,
er sich nennt,
weil er hierfür nichts deutsches kennt,
für Outbound Calls hat er Talent,
ist bester Mann im Team Frontend,
entspannt sich gerne Kuchen backend.

 

DRITTENS

Mit 80 Kilo viel zu schwer,
und dann auch noch Tenor,
stieg immer weiter er empor,
bis herab er fiel die Tonleiter. (Aua aua aua)

 

VIERTENS

Wochende und Sonnschein,
könn schnell vorbei sein,
wenn man sich nicht einmal vergönnt,
das „e“ und „n“ am Wortstammend‘.

© Ulf Runge, 2008

Wie das Wochende war?

10. März 2008 Ulf Runge 10 Kommentare

Der Denker

Foto: © RAHOUSE / PIXELIO

Leben 226 – Montag, 10.03.08

Wie das Wochenende war? Willst Du wissen? Wie’s mir geht? Und wenn ich Dir dann antworte, warum fragst Du mich, Du willst ja doch nicht wissen, wie’s mir geht, dann wirst Du mich mit großen Augen anschauen. Doch, doch, wirst Du sagen, natürlich will ich wissen, wie’s Dir gut. Wobei am liebsten würde ich hören, Du weißt schon, der Rheinländer, des sagt doch, am liebsten gut, also, das würde ich am liebsten auch von Dir hören, wirst Du zu mir sagen.

Und ich werde mir überlegen, ob ich Dir wirklich sagen will, wie’s mir geht. Ich glaube das will ich nicht. Ich werde Dir nicht davon erzählen, dass ich viel nachgedacht habe am Wochenende. Du weißt, dass ich immer alles gleichzeitig mache, aber es gibt da Sachen, da kann man nicht was anderes nebenher machen. Außer denken. Und solche Momente, lange Momente hatte ich dieses Wochenende. Es wird Dich nicht interessieren, dass ich viel gedacht habe. Zumal aus dem Denken nicht sofort und gleich etwas passiert ist. Passiert. Passieren wird.

Joggen. Ich bin wieder gejoggt am Wochenende. Endlich. Nach zwei Wochen Pause. Wegen so vielem. Auch wegen Schweinehunden. Fasst zwei Fußballspiele lang bin ich gejoggt. Gestern eins. Heute eins. Und keinen Knopf im Ohr. Nur Gedanken im Kopf. Und einen glücklichen, Stöckchen tragenden Hund dabei.

Wenn ich Dir das erzählen würde, ich glaube, Du würdest lachen. Ich habe nämlich über das Denken gedacht. Du erinnerst Dich? Ich kann ja schon nicht mehr Federball spielen, ohne zu zählen. Wenn ich nicht zählen würde, dann würde ich ans Zählen denken. Und so war ich unterwegs, habe gedacht, habe ans Denken gedacht.

Ob das alles war, was ich so gedacht habe, würdest Du wissen wollen? Nein. 300 Gramm. Feldsalat. Nebenher Krone-Schmalz. Gabriele Krone-Schmalz. Sie hat ein Buch geschrieben. Über Russland. Ich habe sie noch gut in Erinnerung. Als kompetente Russland-Reporterin. Mit ungewöhnlichem Haarschnitt. Ist wohl präsent zur Zeit in den Medien, um ihr Buch vorzustellen. Nichts gegen Wetten dass, aber so ein Interview in SWR1 Rheinland-Pfalz Leute, das hat Tiefgang, das ist nicht nur eine Plüschsofaveranstaltung. Da schält man nicht nur gerne Kartoffeln nebenher, nein, da dürfen es auch 300 Gramm Feldsalat sein. (Ich bin da halt nicht so schnell…) Und wenn dann Musik gespielt wird, dann denke ich. Weil, ich kann nichts tun nebenher. Nichts schreiben. Nichts tippen. Nur putzen. Salat putzen.

Und da fällt mir noch was ein. Was ich gestern getan habe. Ich habe mir Ohrwürmer gekauft. Ja, ja, werden die sagen, die mich kennen. Hast doch genügend Haustiere. Nein, sage ich, Ohrwürmer kann man nicht genug von haben. Obwohl ich früher, sozusagen als sie noch die „Alten“ waren, obwohl ich sie damals nie so richtig wahrgenommen habe, bin ich die letzten Wochen immer mehr abgefahren auf die Eagles. Und habe mir gestern, den Kauf einer Druckerpatrone vortäuschend, die Doppel-CD gekauft. Und will die morgen im Zug hören, rauf und runter. Meinetwegen können die ersatzfahrplankonform fahren wie sie wollen, hauptsache, meine Accus halten, und immer und immer wieder werde ich „busy being fabulous“ hören…

All das werde ich Dir nicht erzählen, wenn Du mich morgen fragst, wie das Wochenende war. Das ist meine Sache. Und dass ich viel nachgedacht habe, das wird Dich womöglich nur verwirren. Und ich erzähle Dir auch nicht von den Bonbons mit dem abgelaufenen Verfalldatum, diesen ca. 100 Bonbons, die ich müllsortierkonform alle einzeln aufgemacht habe, um das Papier in den grünen Eimer und die womöglich ungenießbaren Bonbons in den Restmüll zu werfen. Dabei immer wieder denkend, dass ich heute, gestern, dass ich in letzter Zeit überhaupt viel nachgedacht habe.

Und dass ich denke, eigentlich sollte man nicht nur nachdenken, sondern auch vordenken.

Ich glaube, wenn Du mich morgen fragst, wie mein Wochenende war, dann werde ich Dich fragen, Deines auch?

© Ulf Runge, 2008

P.S.: Und ich weiß, dass ich einige Telefonate nicht geschafft habe. Dieses Wochenende. Und ich weiß, dass ich bei meinen Lieblingsblogs mich gerade rar mache. Und ich weiß, dass ich das auch bald wieder ändern werde. Aber im Augenblick denke ich viel nach…