Samen on the rocks
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Leben 219 – Freitag, 29.02.08 Woher wollen die denn wissen, dass das funktioniert? Einfach einsammeln und kühl halten. Und bei Bedarf rausholen. Das soll funktionieren? Wovon hier die Rede ist? Von der Arche Noah der Pflanzen-Samen, die soeben in Spitzbergen eröffnet wurde. Bei Minus 18 Grad Celsius werden hier die Samen möglichst aller Pflanzen unserer Erde eingelagert, für den Fall, dass durch einen Unfall kein Vergissmeinnicht mehr wächst. Egal welchen Namen dieser Unfall hat: Nagasaki, Tschernobyl, Terror, Ozonloch, Versteppung, Klimaerwärmung, Mensch. Oder, falls alles zu spät ist, dass man genügend Material hat, die Erde wie einen Windows-PC „runterzufahren“, bis drei zu zählen und dann wieder „hochzufahren“. Oder, falls das auch nicht geht, dass man wenigstens auf Beteigeuze ein Museum bauen kann, mit all den Samen. Hoffentlich haben die auch die entsprechenden Kühlaggregate. Sonst wäre es schad drum. Noch mal die Frage: Woher wollen die denn wissen, dass das funktioniert? Ganz einfach: Jetzt ist man sich zwar noch nicht so sicher, aber wir befinden uns mittendrin im Test… Und hinterher wird die Erde schlauer sein. Wir auch?
© Ulf Runge, 2008 |
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Lieber Ulf, der Titel gefällt mir;-) Ein bisschen provozierend und dann im Kontext in eine andere Richtugn provozierend.Sehr gut! Manchmal machen wir Menschen mir selber Angst,mit dem was wir tun, erforschen und verändern…
nachdenkliche grüsse andrea
andrea2007
29. Februar 2008 um 08:50
Also ich halte das für einen sehr gute Idee. In den letzten Jahren sterben immer mehr Pflanzen aus und so eine globale Samenbank ist doch hervorragend dafür geeigenet in eine paar Jahren wieder eine Möglichkeit zu schaffen diese wieder anzubauen.
Mario
29. Februar 2008 um 09:58
Wir als Menschheit gesehen, lieber Ulf, sind sicher hinterher schlauer. Auch wenn es nicht funktionieren sollte. Wir persönlich werden es vermutlich nicht erleben. Ich hoffe zumindest, dass der Ernstfall nicht eintritt.
Wenn alle Erfinder vor lauter Zweifel lieber nicht erfunden hätten… wo wären wir da? Wer weiß, aber vermutlich würde ich jetzt nicht diese Worte in die Tastatur hacken.
Ich finde, es ist eine gute Idee. Denn ich denke, hier geht es nicht um irgendein Vergissmeinnicht, das seine Bedeutung hauptsächlich in der Zierpflanze und in der Poesie hat, weniger zum Leben notwendig ist…
Ob die Samenbank allerdings nach einem Atomkrieg noch gebraucht wird, den sie ja angeblich ohne weiteres überstehen soll… Wer sollte die Samenbank dann noch öffnen und wo sollte man die Samen dann noch aussäen…
Aber wir wollen ja nicht immer das Schlimmste annehmen, es gibt ja auch “harmlosere” Katastrophen, wo wir vielleicht froh sind, dass jemand die Idee mit der Samen-Arche-Noah hatte.
Liebe Grüße,
Martina
P.S. Den Titel finde ich übrigens sehr gelungen.
Mamü
29. Februar 2008 um 11:32
Lieber Ulf,
ich denke, der Mensch sollte sich lieber überlegen, ober ER SELBST etwaige Unfälle überlebt.
, könnte sich die Pflanzenwelt auch wieder territorial ausdehnen.
Um die Flora würde ich mir da keine Sorgen machen eher um die Spezies homo sapiens, die momentan im Begriff ist, sich selbst “wegzuselektieren”.
Mit Lösung des Problems “Mensch”, vielleicht DEM Problem schlechthin
Sarkastisch formuliert: “Der Mensch sollte lieber durch anhaltende Umweltzerstörung in seinen Untergang investieren als in das Arche Noah-Projekt. Letzteres würde sich dann nämlich erübrigen”
Liebe Grüße,
Ralph
Ralph
29. Februar 2008 um 14:15
Liebe Andrea,
danke für Deine Anmerkungen.
Ja, uns kannst bange werden vor uns…
Liebe Grüße,
Ulf
Ulf Runge
29. Februar 2008 um 23:04
Lieber Mario,
?
das war ernstgemeint, oder
Im Winter gräbt man um. Und dann wird neu eingesät.
Wenn es je wieder Frühling wird…
LG, Ulf
Ulf Runge
29. Februar 2008 um 23:08
Liebe Martina,
Du zeigst mit Deiner Anmerkung noch einmal sehr schön die Widersprüchlichkeit auf,
in der wir Menschen uns befinden.
Wir haben Sorge zu tragen, die Gene des Lebens vor uns zu schützen.
Und vor den Unwägbarkeiten, die zu erkennen uns gegeben ist.
Liebe Grüße,
Ulf
Ulf Runge
29. Februar 2008 um 23:12
Lieber Ralph,
Du Schwarzhumorist
Vergiss vor lauter Menschheitrettung bitte aber nicht die Tiere, die Bakterien, die Viren.
Und die Steine. Sie stehen für all das, was sie je gehört und gesehen haben, auch von uns.
LG, Ulf
Ulf Runge
29. Februar 2008 um 23:15
Lieber Ulf
Starker Titel…*lach*
Zum Thema selbst kann ich nicht viel beitragen, meine Gefühle dazu sind zwiegespalten, sich uneins, ob sie diese Tiefkühlerei richtig oder eher bedenklich finden sollen – doch was mir seitdem ich deinen Text gelesen habe nicht mehr aus dem Kopf geht,
ist die Frage:
…Wer war denn nun zuerst da: die Henne – oder das Ei…?
*grübel*
Liebe Grüße
Wally
Wally
3. März 2008 um 08:48
Liebe Wally,
die Frage ist leicht zu beantworten:
Beide.
Da “man” sich nicht ganz sicher war,
welches Roll-out-Szenario erfolgsversprechender ist,
hat man eine Henne und ein Ei “ausgeliefert”.
Und dann hat sich die Henne auf das Ei gesetzt,
und selbiges ausgebrütet…
LG, Ulf
Ulf Runge
3. März 2008 um 23:20
DANKE Ulf, endlich hab ich die Antwort auf diese immer wiederkehrende Frage bekommen….
Lgr Andrea
andrea2007
5. März 2008 um 11:31
Liebe Andrea,
ich glaube auch, dass das die Sternstunde der Erkenntnis aller Erkenntnisse
schlechthin war, als ich MEINE Erklärung vom Huhn und Ei zum Besten
gegeben habe.
LG, Ulf
Ulf Runge
7. März 2008 um 21:50
Hach, ich liebe Männer, die von sich selbst überzeugt sind, *fett-grins* (das grinsen haste dir redlich verdient)lgr andrea
andrea2007
8. März 2008 um 20:06
Liebe Andrea,
das freut mich aber, dass Du damit umgehen kannst,
wenn Männer sich feiern…
LG, Ulf
Ulf Runge
10. März 2008 um 00:55
Lieber Ulf, das kann ich wirklich und mal ehrlich, das braucht doch jeder mal…ist doch einfach ein gei…s Gefühl:-) Liebe grüsse Andrea
andrea2007
10. März 2008 um 13:05
Liebe Andrea,
ich habe lange gezögert, ob ich Deinen Kommentar unbeantwortet
lassen soll. Weil, ihm ist nichts hinzuzufügen.
Außer dem Umstand, dass er nicht unkommentiert bleiben sollte.
Liebe Grüße, Ulf
Ulf Runge
11. März 2008 um 21:36
andrea2007
12. März 2008 um 18:34