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Archive for 24. Januar 2008

Like a rolling stone?

24. Januar 2008 20 Kommentare

Rolling Stones

Foto: © Ute Bibow / PIXELIO

Leben 192 – Donnerstag, 24.01.08

Ich höre (!) gerne Geschichten.

???

Ja, ja, zuallererst einmal lese ich gerne Geschichten. Und schreibe natürlich auch mit Freude.

Aber wie gesagt, Geschichten vorgelesen zu bekommen. Das hat was. Im letzten Jahr hatte ich das Glück, Axel Hacke und Nils Heinrich vorgelesen zu bekommen. Das war einfach köstlich.

Ich bin mal ganz ehrlich. Hörbücher sind nicht mein Ding. Wenn ich Zeit zuviel habe und irgendetwas den Äther füllen soll, dann bitte Musik. Dann kann ich nebenher noch etwas anderes tun. Schreiben z.B. So wie jetzt. Höre Radio. Schreibe.

Aber etwas im Hintergrund hören, was meine volle Vordergrund-Aufmerksamkeit erfordert? Ich setze mich doch nicht in den Sessel, zuhause, wenn ich was tun könnte…

Wenn ich voll dabei sein soll, mindestens 200%ig, dann muss ich raus, ins Kino, ins Konzert, fernab von Tastatur und Bleistift.

Und nun frage ich mich: Gibt es überhaupt Bedarf, einen Markt, für Vorleser? Ich habe mich ja (mehrfach) als Vorlese-Exote in Poetry Slams hineingemogelt, und werde das bestimmt wiederholen, wenn ich nicht wie letzte Woche Freitag den Termin versiebe, aber ist auch egal.

Um die Frage zu beantworten, ob es hier einen Markt für Vorleser gibt, oder besser, ein bereitwilliges Publikum, habe ich zwei Möglichkeiten zur Antwortfindung:

  1. Ich gugel im real-realen Leben nach Vorlese-Communities in meiner Region. Wer weiß, das wäre ja ein erster Schritt.

  2. Oder ich träume mal. Von Internet-Vorlese-Runden. Müsste mir noch Headset und Webcam beschaffen, ja, ja, aber mal ganz ehrlich, kennt jemand jemanden, die/der von so etwas schon gehört hat?Ich könnte mir das sehr interessant vorstellen. Wir machen Vorlese-Slams. Aus unseren Blogs. Jeder hat ein paar Minuten zum Vorlesen. Und wir wollen nicht besser sein als die anderen. Trumpfen. Übertrumpfen. Nein, das nicht. Aber einfach zum geschriebenen Wort noch unsere Stimme, unsere Gestik rüberbringen. Und hoffen, dass jemand da ist, zum Zuhören. Nicht so nebenher, sondern richtig konzentriert auf uns.

Ist das ein Stein? Den man ins Rollen bringen kann?

© Ulf Runge, 2008

Mein erstes Stöckchen

24. Januar 2008 27 Kommentare

Leben 191 – Donnerstag, 24.01.08

Nur mein Hund braucht Stöckchen. Oder Bälle. Ich nicht.

 

Am Elbstrand fliegen einem die Stöckchen nur so ins Maul...

Foto: © M. Großmann / PIXELIO

 

Anna Nuehm schreibt in den drei Nutzungsbedingungen ihres Blogs: „Keine Stöckchen.“

Ich beteilige mich an keinen Kettenbriefen oder sonstwas. Warte immer noch auf die 2 Millionen ungestempelte Briefmarken, die ich mir für 1967 erhofft hatte. Auch egal.

Nun will ich aber was schreiben heute. Aber nur leicht unterhalten. Kein Tiefgang an sich. Vielleicht ein bisschen. Und da kommt mir entgegen, dass Janice erst kürzlich ein Stöckchen geworfen hat. An alle ihre Leser. Das bin ich auch.

Heute also mein Dank für Eure vielen lieben Kommentare der vergangenen Tage, an denen ich meinen, darf ich sagen „unseren“? an denen ich unseren Blog einfach so da liegen und stehen ließ. Und was passierte? Clicks und Kommentare, Holger fordert mich auf zu schreiben, damit er kommentieren könne, und beim Dialog zwischen Andrea und Barbara ist kein Ende abzusehen :-) .

Ich finde Euch super!

Das Gaba, Claudia und Janice Stöckchen

1. Greife das Buch, das dir am nächsten ist, schlage Seite 18 auf und zitiere Zeile 4.

[Ich fange in Zeile 3 an.] „Jetzt muss ich aufhören. Beim nächsten Mal habe ich wieder so viel in Dich zu schreiben, d.h. dir zu erzählen. Tschüs! Ich finde dich so toll!“ (Anne Frank – Tagebuch) [Anne Frank am 15. Juni 1942, drei Tage nach ihrem 13. Geburtstag.]

2. Strecke deinen linken Arm so weit wie möglich aus. Was hältst du in der Hand?

Meine Brille.Da liegt sie, weil ich sie immer abnehme, wenn ich am Tisch sitze, um zu lesen, schreiben. Oder mich zu unterhalten.

3. Was hast du als letztes im Fernsehen gesehen?

Ich gucke eigentlich nie Fernsehen. Höchstens um 20.12 „Das Wetter“. Doch gestern Abend bin ich versumpft: Die Jugendredaktion hatte die höchst wertvolle Sendung Hotel Zack & Cody ausgesucht, nicht wirklich mit sozialkritischem Hintergrund, aber ich habe mich köstlich amüsiert. 1000 Folgen hiervon können den Charakter nicht so verderben, wie 1 Minute zufällig in den Dschungel gezappt.

Und dann nochmal hängen geblieben bei der größtmöglichen Konkurrenz für Tagesschau und Wetterkarte: SpongeBob. [So, jetzt ist es raus...]

4. Mit Ausnahme des Computers, was kannst du gerade hören?

Meinen schlafenden Hund atmen. Es ist junger Tag, heute habe ich ausnahmsweise SWR1/RP nicht eingeschaltet…

5. Wann hast du den letzten Schritt nach Draussen getan?

Vor 90 Minuten.
Gassi.
Auto abdecken wegen Frostgefahr.
Grüne Mülltonne vollgemüllt, wird morgen abgeholt.
30 Grad blau aufgesetzt.

6. Was hast du gerade getan, bevor du diesen Fragebogen begonnen hast?

Dieses Stöckchen bei Janice geholt.

7. Was trägst du gerade?

[Jetzt wird es aber indiskret.] Keine Brille. Schwarze Strickjacke, Feierabendjeans, eigentlich das hässliche SpargellaufTShirt, aber heute habe ich ausnahmsweise noch mein Oberhemd an.

Und, um auf die Frage zurück zu kommen: Niemandem was nach :-)

8. Hast du letzte Nacht geträumt?

Ja. Davon, dass ich nicht schnarche. Aber es war nur ein Traum…

9. Wann hast du zum letzten Mal gelacht?

Jetzt eben. Musste über mich selber lachen.

10. Hast du kürzlich etwas Sonderbares gesehen?

Ja. Als ich am Spiegel vorbei ging…

11. Was war der letzte Film, den du gesehen hast?

tesa.

12. Was würdest du kaufen, wenn du plötzlich Multimillionär wärst?

Mehr Platz zum Wohnen

13. Sag mir etwas über dich, was ich noch nicht wusste.

Dass ich schon in der Tagesschau war. Und im Hörfunk. Als aufmüpfiger Bergstraßenpendler-Bürgerwegungsgründer.

14. Tanzt du gerne?

Ja.

15. George Bush?

Ein Mensch, der immer zu seiner Überzeugung gestanden hat. Dessen Reden mich immer fasziniert haben. Ein Kämpfer für Gleichheit und Gerechtigkeit. Schade, dass er so früh sterben musste.
???
Ich rede von Dr. Martin Luther King. Er wäre 79 geworden am Montag. Und dass Stevie Wonders „Happy Birthday“ ihm gewidmet war, um einen Feiertag in Gedanken an diese besondere Persönlichkeit zu erkämpfen, das habe ich erst in diesen Tagen erfahren. Und dass dieser Gedenktag auch wirklich Feiertag geworden ist, ebenfalls.

16. Stell dir vor, dein erstes Kind wäre ein Mädchen. Wie würdest du es nennen?

*Die Verteidigung stellt hiermit den Antrag auf Zeugnisverweigerung*
++Angenommen++

17. Und einen Jungen?

*dito*

18. Würdest du es in Erwägung ziehen, auszuwandern?

Als Bleichgesicht, der sich in Sonnenländern nur im Schatten wohl fühlt, kann ich nur sagen: Schweden. Aber ehrlich gesagt: Ich kenne den depressiven, langen, sehr langen, dunklen, sehr dunklen Winter nicht aus eigener Erfahrung. Nur die langen, langen, lauen schönen Sommernächte, in denen es nicht wirklich dunkel werden will.

Und die Menschen. Die sind okay. Ja, Schweden!

19. Was würdest du Gott sagen, wenn du das Himmelstor erreichst?

Ich würde ihn/sie fragen, ob er/sie für einen Re-Engineering-Workshop aufgeschlossen ist.

20. Jemand, der das hier auch beantworten soll?

Alle meine Leser -> mit Link hier natürlich, damit ich es sofort lesen kann! :)

 

 

© Ulf Runge, 2008

 

Hinweis: Hier ein Bild von Smulan och Nicke, vom 24.07.07, aufgenommen anlässlich
des 50. Geburtstages des Campingplatzes in Sturkö, Blekinge. Siehe auch Kommentar 23.

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