Archiv

Archive for 12. Januar 2008

Wenn die Kopie echt ist…

12. Januar 2008 3 Kommentare

Suchbild

Foto: © El-Fausto / PIXELIO

Leben 182 – Samstag, 12.01.08

Ich liebe Originale. Echtes. Authentisches. Wann immer ich bisher in Konzerten war, es waren die „Echten“. Und heute. Zum ersten Mal in das Konzert einer Cover Band gegangen. Still Collins heißt die Formation. Und sie ist gut. Tonlage, Timbre, Ausdruck der Stimme sind Phil Collins pur (fast); der Sound kommt extrem an das Original heran. Die Show ist okay, es kommt rüber, dass die gerne zusammen musizieren, ein großes Miteinander ist zu spüren. Vielleicht nicht ganz so perfekt wie das Original, aber ich bin ja wegen der Musik da. Und die überrascht positiv.

Total verzaubert von dieser Musik, es war ein schöner Phil Collins Abend, kehre ich nach Hause heim. Und denke mir. Der eigene Song, den diese Gruppe geschrieben hat, „Hold her back“, der ist Phil Collins like, einfach nur gut. Aber das Lied hat keine Chance, weil niemand diese Musik-Stunt(wo)men kennt.

Fazit: Du kannst gut sein. Dann füllst Du sogar Sääle. Aber erwarte nicht, dass Deine gute Leistung auch nur vergleichbar honoriert wird wie die etwas bessere von jemandem, der/die Mainstream ist.

Und ein weiterer Dank gebührt den Veranstalterinnen des Musiktheater REX in Lorsch, dass sie immer wieder so gute Musik in die Provinz holen.

© Ulf Runge, 2008

SEO – oder: Viel’e Click’s dank dem Depp’en’apostroph

12. Januar 2008 8 Kommentare

Für mehr Rechtschreibung im Straßenverkehr

Foto: © LXpee / PIXELIO

Leben 181 – Samstag, 12.01.08

Jetzt schlagen es dem Fass den Boden aus. Haben ich doch ein‘en Link auf dem Bremen’er Sprach’Blog ge‘finden, der mich zum erst‘en Mal auf das Phänomen SEO aufmerksam machen. Zuerst einmal hier der Link auf den Bremen’er Sprach’Blog, ein‘e hochinteressant‘e Fund’Stelle von Thema’ta über die Sprache: http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/lesertipps/#comment-1313.

Unter SEO verstehen man das Phänomen, ein‘en Block möglichst so zu gestalten, dass er auf elementar einfach’e Weise von Such’Maschine’n ge’finden werden können. Rechtschreibung, Orthographie und Grammatik sind da wenig’er ge’fragen, Ausdruck’e müssen sich reduzieren auf Wortstamm’e und elementar’e Phrase’n, die durch den Einsatz des, ich zitieren: „Deppenapostroph“ leicht ge’finden werden können. Hier der Link auf den dies’bezüglich’en Artikel: http://www.suchmaschinen-optimierung-seo.info/sosblog/2008/01/06/der-seo-ist-dem-genitiv-sein-tod/

Aber ich glaub’en, ich verzichten auf ein paar Such’maschine’n Click’s und finden auch zukünftig geneigte Leser’innen und Leser, die sich an wohl’gesetzter Schrift’sprache erfreuen.

© Ulf Runge, 2008

Lieber Jürgen Klinsmann …

12. Januar 2008 14 Kommentare

11m – schuss & …

Fotos: © special4kd / PIXELIO

Leben 180 – Samstag, 12.01.08

Lieber Jürgen Klinsmann, ich schreibe Ihnen einen offenen Brief, wohl wissend, dass Sie diese meine Ausführungen wohl kaum interessieren. Vielleicht bin ich sogar in Gesellschaft von Kommentatoren, mit denen ich gar nicht in Gesellschaft sein will.

Das mal vorab. Was Sie tun, ist Ihr Bier. Da haben Sie niemandem Rechenschaft abzulegen. Aber Sie sind eine Person der Öffentlichkeit. Und wer so medienwirksam unterwegs ist wie Sie, der darf damit rechnen, dass ich eine Meinung habe. Über Sie.

Ja, natürlich befinde ich mich in der Schublade „Neid der Hablosen“. Ich werde das auch nicht zerstreuen können.

Lieber Jürgen Klinsmann, ich bin sehr überrascht über Ihre Entscheidung, sich beim FC Bayern München als Trainer oder was auch immer zu verdingen.

Ich komme jetzt zur Sache. Ich vermute mal, dass Sie so vermögend sind, dass sie das Geld für sich arbeiten lassen könnten und selber gar nicht mehr arbeiten müssten. Aus existenziellen Gründen. D.h. dass Sie sehr wahrscheinlich in der besonders glücklichen Lage sind, sich aussuchen zu können, wo auf dieser Welt Sie welchen Job annehmen.

Sehen Sie, der Knackpunkt ist doch, dass Sie gegen alle Widerstände des Etablishments alte Zöpfe haben abschneiden lassen. Sie haben aus Überzeugung, als Profi, dem es um die Sache geht, um radikale Veränderungen gekämpft. Sie sind seitlich all den untergürtellinigen Verbalattacken ausgewichen. Und sie hatten sogar sportlichen Erfolg mit Ihrem Team. Vor allem aber haben Sie Charisma entwickelt.

Endlich wieder mal jemand, der was darstellt! Eine Persönlichkeit! Jemand, der vorbildlich und tadellos ist!

Dass Sie diesen Job als Bundestrainer dann hingeschmissen haben, haben wohl alle nach dem Rausch der Feier-Tage verstanden, wenn sie sich mit einigem Abstand noch einmal angesehen haben, welche verbale Begleitmusik diverser Fußballgrößen während der Vorbereitung auf das Turnier Ihrerseits ertragen werden musste.

Und Sie haben vor Ihrem Weggang den Weg gut vorbereitet für Ihren Nachfolger. Das war schon gut.

Machen wir es kurz. Was wollen Sie beim FC Bayern erreichen? Beweisen, wie man eine zusammengekaufte Mannschaft zu einem Team formt? Damit die Bayern den x-ten Titel oder noch ein überflüssiges Double erreichen? Ist es wirklich die Zusammenarbeit mit den Herren Hoeneß und Rummenigge, mit Herrn Beckenbauer im Hintergrund, die Sie reizt?

Reizt es Sie zu wissen, dass alles außer Meister- und Siegertitel ein Misserfolg ist? Nicht Erster werden wollen, sondern Erster sein zu MÜSSEN.

Lieber Jürgen Klinsmann, ich wünsche Ihnen Erfolg. Aber ich würde mir leichter tun, wenn ich wüsste, da ist irgendwo noch etwas Ideelles, was da bei Ihnen mitspielt. Ich hoffe, ich tue Ihnen unrecht.

© Ulf Runge, 2008

11m – & Tooor!!!

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 288 Followern an