eiPott – eiFon – ei-Was?
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Foto: © Gerd Altmann / PIXELIO
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eiPott – eiFon – ei-Was? Leben 162 – Mittwoch, 19.12.07 So viele Angliszismen schwappen in unseren Alltag hinein, dass es immer schwerer wird, den Überblick zu behalten. Dieser Beitrag soll helfen: Der eiPott: Sehr beliebt bei Kleintierzüchtern ist dieser Topf mit Wattefüllung, der, wenn der denn nur rechtzeitig dem Huhn unter den Allerwertesten geschoben wird, dafür sorgt, dass das Ei schön abgefedert landen kann. Ab Version ZweiNull kann das Ei in diesem Gefäß gegart werden, so dass einem frischen Frühstücksei in der S-Bahn nichts mehr entgegensteht. Ein Muss für unter den Weihnachtsbaum! Das eiFon: Ein Gerät, das „fon“ allem was hat. Wer unbedingt will, kann damit auch telefonieren. In erster Linie dient es aber dazu, anderen klar zu machen, wer man ist (nämlich gefährdet für allen Mist, der in der Werbung vorkommt), und überhaupt. Ursprünglich in Form eines Ei entworfen, ging man dann doch zum jetzigen Design über, nachdem man eingehen hatte, dass insbesondere das männliche Outfit beim Tragen in der Hosentasche erheblich gestört wurde. Der eiFelturm: Aussichtsturm, den die Eifelbauern seinerzeit gebaut hatten, um sicherzustellen, dass sie rechtzeitig erkennen würden, wenn Tünnes und Schäl anreisen würden und sie wieder zum Gegenstand übelster Eifelbauernwitze machen wollten. Wurde von den Franzosen als Kriegssouvenir nach Paris verschleppt und belastet heute noch die französisch-deutschen Beziehungen. Der eiMer: Kommt aus dem Französischen und nicht aus dem Angelsächsischen. Gerät, um (Meer!)Wasser zu schöpfen. Bekannt geworden in dem berühmten französischen Chanson, gesungen von On‘rie und Charles-Ot‘o, „Un trou est en eiMer“ („Eine Loch is im eiMer“). eiGenwert: Ursprünglich ein Begriff aus der Vererbungslehre (Biologie!), haben es die Mathematiker verstanden, Generationen von Studenten bei der Berechnung von Matratzen hiermit zu quälen. Durch eine fehlerhafte, automatisierte Rückübersetzung ins Englische wurde dann daraus der Begriff eiGenvalue. Arme Sprache! eiSzeit: Durch den berühmten US-amerikansichen Sänger Pieta MAFFei (geschrieben: Peter Maffay) und seine Tabulaga Shoe Shine Boys wurde dieses Lied aus dem Kalten Krieg zur Hymne der Neue-Eiszeit-Bewegung, die aufgrund des Schmelzens der Eisberge im Jahre 2007 doch mal den Weg in Keller nahm und in den Archiven nach dem Bericht des Club of Rome aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts suchte. Und fündig wurde. Da standen die Prophezeihungen über steigende Meeresspiegel und schmelzende Eisberge… eiGernordwand: Ehemaliger Hügel im Harz, der vom Burgunderkönig Gernot und seiner Weinkönigin Mosel-Saar-Ruwer gerne nach Feierabend bestiegen wurde. Aufgrund von Laut- und Kontinentalplattenverschiebungen heute in den Alpen zu finden. eiNzeller: Münchner, der zum ersten Mal einen Bürger aus Celle bei lebendigem Leibe sieht. eiLeinschreiben: Historischer Brief, der seinerzeit nicht auf Papier, sondern auf textiler Unterlage geschrieben wurde. eiEieiverpoorten: Holländisches Grundnahrungsmittel für Kinder in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Ich durfte den Rest, der in den Eierlikörgläsern noch drin war, mit langer Zunge auslecken. Boah! eiChe: Nach einem südamerikanischen Idol benannter Laubbaum. Nicht zu verwechseln mit einem weiblichen Vornamen. Wird völlig anders geschrieben. (Wie? Muss ich mal auf eine von den Bravo-CDs gucken.) eiLemitweile: Im deutschsprachigen Kulturraum gerne benutzt, wenn Hektik aufkommt. Bedeutung ungeklärt. Zum Schluss: Wie aus in der Regel schlecht unterrichteten Kreisen und Vierecken verlautet, ist das nächste Super-Duper-Produkt bereits in der Mache. Projektname: eiDerdaus. Der tatsächliche Name ist noch Staatsgeheimnis, aber wir können nicht anders als ihn hier dem geneigten Publikum zur Kenntnis zu bringen: eiErlegendewollmichsau…
© Ulf Runge, 2007 |


Witzige Idee!!
Bei dem “Grundnahrungsmittel” durfte ich auch immer das Glas auslecken. Nachdem ich es SELBST geleert hatte.
Ei ei ei!
Liebe Renate, was für ein coming out
Aber ich durfte auch manchmal das Glas selber trinken. Aber nicht weitersagen, okay?
Liebe Grüße, Ulf