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ADVENTSKALENDER – Di 18.12.07 – Weißer Limerick
Di 18.12.07
Weißer Limerick
Der Drucker wollt‘ sparen mit Fleiße,
und wählte als Farbe die weiße,
Anmerkung: Leider ging der Rest dieses Limericks
verloren, da er weiß auf weißem Papier gedruckt…
© Ulf Runge, 2007
Die andere Hälfte des Lebens
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© Paul-Georg Meister / PIXELIO
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Leben 160 – Dienstag, 18.12.07 Ordnung ist das halbe Leben. Sagt man. Die andere Hälfte ist die schönere. Sage ich immer. Ich glaube ich weiß, wie Ordnung geht. Ich glaube auch, dass meine Art von Ordnung so etwas Besonderes ist, dass nur wenige Menschen sie nachvollziehen können. Hauptsache ich kann. Disziplin und Ordnung sind sehr verwandt miteinander. Ich glaube, ich bin sehr diszipliniert. Um dann, wenn es wichtig ist, etwa wenn es gilt, mindestens mal die Welt zu retten, um mich dann also sehr gerne stören zu lassen im Diszipliniertsein. Da genieße ich dann lieber einmal, Samariter zu sein. Pfeife was auf die Disziplin, die geordnete Vorgehensweise. Das ist aber auch ein besonders kreativer Teil des Lebens, wenn man nach Lösungen suchen muss, wenn man entscheiden muss, wen man noch in die Analyse und Lösungsfindung einbeziehen sollte. Das ist bisweilen stressig, weil es eilt, weil man unter Erfolgsdruck steht, weil die Produktion nicht stehen darf. Aufgrund dieser Schilderung könnte ich wohl im Sternbild Zwillinge geboren sein. Bin ich aber nicht. Bevor ich versuche zu erklären, was mich zum Fischewassermann macht, noch kurz ein Exkurs zum Thema Papier. Man gebe mir ein Stück Papier, ich schaffe es, dieses in weniger als Nullkommanix unauffindbar verschwinden zu lassen. Standarddialog: „Ich hatte es hier auf Deinen Schreibtisch gelegt.“ „Hm. Kannst Du’s noch mal drucken, oder soll ich es suchen?“ Meistens bleibt mir das Suchen erspart. So jetzt also zu meinem Sternbild, dem Fischewassermann: Heute habe ich x-trillionsten Neuversuch gestartet, mein Papier- und Aufgabenchaos in den Griff zu bekommen. Nach monatelangem Durchhalten mit Kladden wird dies jetzt wieder ein Loseblattansatz. Wobei, diesmal habe ich eine Strategie, die hat die Welt noch nicht gesehen. (Höre ich da irgendwo Gelächter oder Gekicher?) So mache ich das oftmals tage-, monatelang, manchmal sogar über Jahre: Die immer neue Antwort auf die Frage: Wie organisiere ich mich, wie strukturiere ich meine Zeit, das bisschen Zeit, das ich selber noch disponieren darf? Die Zeit, von der ich meine, dass ich die Fremdbestimmung über meine Zeit in Form von Meetings akzeptieren muss. Oder auch nicht? Wenn jemand eine total clevere Art und Weise hat, sich und sein Leben zu organisieren, ich freue mich darauf, hier mehr darüber zu erfahren. Oder zu entsprechenden Tipps verlinks zu werden. Für die Zeit nach meinem neuen Ansatz… © Ulf Runge, 2007 |
Grenzen
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Foto: © Erhard Ruhland / PIXELIO
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Leben 159b – Dienstag, 18.12.07 Bisweilen überschreitet man Grenzen. Man wächst aus seinen Schuhen heraus. Wird größer. Entwickelt sich. Manchmal ist man auch mutig. Fasst etwa den Elektrozaun an der Viehweide an. (Bloß Jungens sind so bescheuert, oder?) Und dann wieder erlebt man Dinge, die dem Faß den Boden rausschlagen. Okay. Und wenn man dann ein Blogger ist, dann schreibt man darüber. Über Geschmackloses. Versucht vielleicht noch den widerlichen Inhalt des Gesagten durch schöne Worte zu verkleiden. Das ist dann nicht für jede Lesernatur etwas. Bei so etwas können einem dann Blogleserinnen und Blogleser verloren gehen. Still, ohne Worte. Oder man bekommt noch einen Abschiedsgruß, einen sehr freundlichen. Ursache ist wohl aber diese Begegebenheit, von der man meinte, man habe auch noch einen künstlerisch tollen Wurf damit gelandet. Den Beitrag 159 habe ich also ganz schnell zurückgezogen. Nein, er hatte keinen sexistischen, gewaltverherrlichenden oder politisch unkorrekten Inhalt. Er war trotzdem sehr grenzwertig. Kritik muss man aushalten. Man darf vor ihr auch nicht einfach nur zurückweichen. Kritik darf man aber auch zum Anlass nehmen, Fehler einzusehen und im möglichen Rahmen zu korrigieren. Wer sich also ungenehm berührt gefühlt hat durch meinen ursprünglichen Artikel sei trotzdem herzlich eingeladen, auch zukünftig hier weiterzulesen. Ich würde mich freuen.
© Ulf Runge, 2007 |


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