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Archive for 29. September 2007

Intermezzo – 29.09.07 23:35 – Blogsenf

29. September 2007 6 Kommentare

Liebe “Leben”s-freundinnen und -freunde,

es gibt einen neuen Blog, auf den ich hier nicht ganz uneigennützig hinweisen möchte:

blogsenf.jpg

www.blog-senf.de

Renate (Blaes) und Heike (Schubeck) werden ab sofort mit mir, sozusagen als “Trio Moutarde”, einen gemeinsamen Blog führen. Mehr darüber an Ort und Stelle ;-)

Dieser Blog hier wird unverändert meine Experimentalwerkstatt für’s Schreiben bleiben und von den vermeintlich banalen und unbanalen meines Lebens berichten. Ich hoffe weiterhin auf Ihre und Deine Treue zu diesem meinem Blog und ermutige hiermit, dass Sie / Ihr mal einen Ausflug zu unserem neuen Blog wagen. Wir sehen, ahem lesen uns?

Viel Spaß dort und hier ;-),
Ulf

 

© Ulf Runge, 2007

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Leben 90 – Samstag, 29.09.07 – Ebbe und Flut

29. September 2007 8 Kommentare

Das Meer hatte zwei Kinder.

Eines der beiden, die Flut, war groß und stark geraten. Das andere aber, die Ebbe, war zierlich und schwächlich.

Wann immer die beiden miteinander spielten, kam es zum Streit. Die Flut war so riesig, dass man die Ebbe nicht mehr sehen konnte, wenn sie sich berührten. Fortan gingen sie sich aus dem Weg und vermieden jeden möglichen Kontakt.

Das Meer war darüber sehr traurig und bat den Wind, die beiden doch zusammenzubringen, damit sie sich mal aussprächen.

Mehrmals schlug der Wind den beiden einen Termin vor. Doch zu einem Treffen kam es nicht.

Als nämlich die Flut am vereinbarten Treffpunkt erschien, wartete sie vergeblich. Nirgendwo war die Ebbe zu sehen. Und je länger die Flut auf die Ebbe wartete, um so schwächer fühlte sie sich, bis sie schließlich total kraftlos einschlief.

Auch die Ebbe wartete vergebens, doch je länger sie wartete, desto stärker fühlte sie sich und wunderte sich über die merkwürdige Veränderung, die in ihr vorging.

„Wind! Teile der Ebbe mit, dass sie mir gestohlen bleiben kann!“ rief die Flut. Einen ähnlichen Auftrag erhielt der Wind von der Ebbe.

Da sprach der Wind zu den beiden: „Euch ist der größte Spiegel gegeben, den diese Welt zu bieten hat. Schaut in diesen, schaut in Euch hinein, und Ihr werdet erkennen, dass Ihr Zwillinge seid, untrennbar miteinander verbunden, dass der einen Schwäche die Stärke der anderen ist.“

Nun aber erkannten die Zwillinge, dass sie zwei völlig verschiedene und doch gleichwertige Geschwister sind, die nur gemeinsam existieren können.

So kommen Ebbe und Flut heute noch täglich abwechselnd vorbei, um uns zu mahnen, dass wir im Anderen immer wieder neu einen Teil von uns selber entdecken und schätzen lernen.

© Ulf Runge, 2007

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